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Die italienische Vogue sorgt mal wieder für Diskussionen. Die Fotostrecke Water & Oil der neuesten Ausgabe hat bereits auf Modeblogs die Runde gemacht.

Die Performance des Models Kristin McMenamy als ölverschmierte Seemöwe, fotografiert von Steven Meisel wird heiß diskutiert.

Bei solchen Bildern in einem Modemagazin stellt sich schnell die Frage:
Geschmacklose PR oder wertvoller Beitrag zur Kunst?

Die Bilder der Ölkatastrophe im Golf von Mexico sind immer noch präsent. Nur langsam sind die Ausmaße dieser Naturkatastrophe zu erfassen.

Ganze Küstenstreifen sind durch das Öl für den Tourismus unbrauchbar gemacht. Der Jobverlust vieler Küstenanwohner bringt sie nun dazu, sich gegen die Water & Oil –Fotostrecke aufzulehnen.

„War es nicht eigentlich mal die Aufgabe der Modemagazine, Frauen schön und ästhetisch darzustellen und nicht zu einer Katastrophe wie einem Ölteppich zu machen?“ fragt sich die Miami New Times.

Ein berechtigter Einwurf. Immerhin zeigt sich in Meisels Bildern der ölverschmierte Strand nur als Kulisse, die die aufregende Mode nur unterstreichen soll.

Erläuterungen oder Anteilnahme? Fehlanzeige. Die italienische Vogue, die als “Lady Gaga der internationalen Magazin-Riege” gilt,  hat damit  ihren  Ruf als enfant terrible nur untermauert.

“Die Botschaft, die wir durch die Bilder senden wollen, ist, dass man auf die Natur achten soll. Ich verstehe, dass es schockierend sein kann, das Ganze unter diesem Aspekt zu betrachten”, so die Worte von Franca Sozzani, Chefredakteurin der Vogue Italia.

Wir finden, eine schwammige Aussage für einen handfesten Sachverhalt… entlarvt sich die Modezeitschrift damit als falsche Plattform für ernste Themen?

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1 Kommentar

  1. Franca Sozzani soll ja später noch zugegeben haben, dass optische Gründe bei der Wahl des Themas ausschlaggebend waren. Die Botschaft haben sie bei der Vogue noch schnell hinterher geschoben.

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