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Musikdebüt eines Models

Von der Selbstfindung in Sessions. Wir hegen Vorurteile, zugegeben. Models, die eine Karriere als Musikerin anpeilen? Schwierig… Und dazu noch Tochter eines Promi? Unmöglich…

Doch dann schleicht sich auf mimi.de der poppig arrangierte Sound von MiMi in den Gehörgang. Mal psychedelisch, mal melancholisch – immer selbstgeschrieben. Vergessen sind die Attribute, weil zwischen den schwebenden Zeilen echtes Gefühl und Talent mitklingt.

MiMi alias Sarah kam 1985 in London zur Welt. Ihre Mutter, das britische Model und Fotografin Polly Eltes, trennte sich früh vom Vater, dem Sänger Marius Müller-Westernhagen. Dann ist ja wohl klar, wer das Debütalbum „Road to last Night“ unterstützte. Falsch gedacht.

„Natürlich bin ich sehr stolz auf meinen Vater und seinen Erfolg. Er hätte mir im Studio bestimmt gern mitgeholfen, aber das wäre gegen unsere Abmachung. Ich will meine eigenen Erfahrungen sammeln.“

Sammeln, schreiben und darüber singen.

MiMi erzählt vom Schlussstrich in einer Beziehung und dem Aufbruch ins Neue. Die elf Songs ihres ersten Albums entstanden zwischen September 2009 und Januar 2010 und die Single „Don’t You Mourn The Sun“ schaffte es auf den deutschen Soundtrack der „Twiglight Saga: Eclispe“.

Erster Punkt in der Karriereplanung erfolgreich abgehakt? „Wenn man wie ich der Musik richtig verfallen ist, denkt man nicht an Businesspläne oder dergleichen. Genau genommen gab es nie einen Plan.“

Seit MiMi sieben ist, spielt sie Gitarre, mit 15 Jahren folgte der erste Auftritt in einer Londoner Bar. Im Jahr 2004 gründete die Sängerin mit drei Jungs schließlich die Band „Battlekat“, die nach „Glam plus Punk plus Courtney Love“ klang. Die wilde Show verhalf zu erster Bekanntheit im Londoner Underground. Doch die Herausforderung sieht MiMi woanders:

„Ich bin im Grunde schüchtern. Statt eine Rolle auf der Bühne zu spielen ist es viel schwerer, einfach sich selbst zu sein. Mit meinem eigenen Album sollen die Leute einen Zugang zu dem finden, was ich singe und sage. Und vielleicht erkennen sie ein Stück von sich selbst darin wieder.“

Generell gibt die Sängerin erstaunlich wenig auf gespielte Coolness und Schubladendenken. Okay, dann verkneifen wir uns den aktuellen Verweis auf die 60er Modelikone Twiggy wohl lieber. Wie kamst du überhaupt zum Modeln, MiMi?

„Nach meinem Schulabschluss musste ich mich finanziell irgendwie über Wasser halten. Schaut mich an, ich bin eher blass und eher dünn. Aber Modeln ist weit weniger aufregend als viele denken. Oft stand ich nur stundenlang in einer Jeanshose irgendwo herum.“

Direkt und pragmatisch. Klar, dass so jemand auch keine Angst vorm Erfolg hat: „Je mehr ungewöhnliche Leute ihre Musik in Umlauf und damit in den Mainstream bringen, desto besser! Ich finde es dämlich darüber zu jammern, das nichts Gescheites im Radio läuft. Dann sollen die Leute doch losziehen und etwas ändern!“

MiMi geht mit gutem Beispiel voran. Am 27. Mai erscheint hierzulande als erste Auskoppelung „Once Again“, ab 10. Juni 2011 gibt es dann das Album „Road to last Night“. Als Hörprobe steht die Single “Easy” ab sofort zum gratis Download bereit. Aktuelle Infos zu Auftritten und ein Tourtagebuch findet ihr auch via MiMi Facebook.

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1 Kommentar

  1. I love the video & song “easy”

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