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Outfits der Stars - schön & schrecklich

Wer bekommt die goldene Trophäe für „Best Dressed“? Die 84. Oscar-Verleihung ging gestern Abend in Kodak Theatre in Los Angeles über die Bühne. Die besten Schauspielerinnen und Schauspieler Hollywoods waren vor Ort und feierten die Filmindustrie und in erster Linie sich selbst.

Überraschungen? Gab es sowohl bei den Preisen als auch den Outfits der Stars nur wenige… Ich habe mal die Kleiderwahl auf dem roten Teppich für euch analysiert! Welche Outfits waren schön, welche schrecklich?

Weniger ist mehr. Der Trend hin zu Schlichtem war bei Schmuck- und Kleiderwahl der Stars bemerkbar. Uns blieben daher Albträume in Tüll weitgehend erspart, die Stylisten schwörten für die Oscar-Verleihung stärker auf tiefe Dekolletees, Cut-Outs sowie einzelne Drapierung oder Stufen auf Taille. Crème, Metallic und auch Schwarz waren häufig auf dem roten Teppich zu sehen.

Angelina Jolie. Puh… Bei der sehnigen Figur der Schauspielerin macht das eifrig und ausgiebig ausgestreckte Bein nicht mehr viel wett. Der hüfthohe Ausschnitt des Kleides wirkte für mich zu gewollt sexy, wenn auch die Drapierung überaus gekonnt war. Samt mogelt optisch ein paar Pfunde dazu, bei Angelina tat das wohl gut.

Als Moderatorinnnen hatten sich Jennifer Lopez und Cameron Diaz farblich bei ihrer Kleiderwahl sehr gut abgestimmt. Harmonisch war das Ganze für mich trotzdem nicht – zu tief und unförmig saß das Dekolletee bei Diaz, bei Jennifer Lopez fürchtete man bei jedem Atemzug um ihr Glitzerkleid und unfreiwillig entblößte Köperteile. Studio 54 ja, Oscars nein.

Oscar-Gewinnerin Meryl Streep funkelte in einem tief ausgeschnittenen Wickelkleid von Lanvin, eine exklusive Eco-Maßarbeit des Labels! „Öko Chic“, in komplett neue Dimension gebracht. Das Kleid war jetzt nicht unbedingt aufregend, doch passte zu Alter, Figur und dem Auftritt der sympathischen Schauspielerin. Gold für Gold.

Nominiert für ihre Hauptrolle als Marilyn Monroe, ging Michelle Williams leider leer aus. Ihr Kleid von Louis Vuitton ließ mich zwiegespalten zurück – ich fand es obenrum zu tüllig und welche Farbe war das noch gleich? Wusste die Schauspielerin offenbar selbst nicht so genau, also lächeln und weiter gehen.

Penelope Cruz liegt outfittechnisch selten falsch. Damit macht man aber nicht automatisch alles richtig. Will heißen: Ihr Abendkleid von Armani Privé war hübsch, aber blieb auch nur gefühlte drei Sekunden in Erinnerung. Die Spanierin wirkte mit mondäner Föhnwelle wie ein Hollywood-Star aus den 50ern, doch ich hätte mir an ihr ein moderneres, gewagteres Outfit gewünscht…

Die Rückansicht des Kleides von Rooney Mara („Verblendung“) gefiel mir super, von vorne wirkte das Outfit von Givenchy allerdings merkwürdig zahm. Das passte nicht zum leicht herben Charakter der Schauspielerin. Schade… Bei Natalie Portmans Auftritt musste ich an gepunktete Marienkäfer denken, bei Jessica Chastain freute ich mich für die Wiederbelebung des Stickerei-Handwerks.

Für mich Gewinnerin in puncto Outfit: Gwyneth Paltrow. Die Schauspielerin trug eine elegante, crèmefarbene Abendrobe mit Cape von Tom Ford und wirkte darin wie eine zauberhaft erstarrte Statue, sensationell! Ich verzeihe Gwyneth hiermit ihre früheren Fashion-Fauxpas. Welche Outfits der Hollywoodstars gefielen euch am besten? Wer sollte sich für die nächsten Oscars einen neuen Stylisten zulegen?

Achja, irgendwann ging es bei den Oscars dann tatsächlich auch um die besten Filme, Schauspieler, Kostümdesigner und Regisseure. Deshalb möchte ich euch abschließend die Abräumer der Abendveranstaltung nicht vorenthalten.

Alle Gewinner der 84. Oscars Academy Awards

Bester Film: The Artist
Beste Schauspielerin: Meryl Streep in The Iron Lady
Bester Schauspieler: Jean Dujardin in The Artist
Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer in The Help
Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer in Beginners
Beste Regie: Michel Hazanavicius für The Artist
Bester fremdsprachiger Film : A Separation (Iran)
Bestes adaptiertes Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash für The Descendants
Bestes Originaldrehbuch: Woody Allen für Midnight in Paris (wie immer abwesend)
Bester animierter Spielfilm: Rango
Bester Dokumentarfilm: Undefeated
Bester Kurzfilm: The Shore
Bester kurzer Dokumentarfilm: Saving Face
Bester animierter Kurzfilm: The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore
Beste Kamera: Robert Richardson in Hugo Cabret
Beste Spezialeffekte: Hugo Cabret
Bester Schnitt: Verblendung
Beste Filmmusik: The Artist komponiert von Ludovic Bource
Bester Filmsong: Man or Muppet aus The Muppets
Bester Tonschnitt: Hugo Cabret
Bester Tonmix: Hugo Cabret
Bestes Make-up: The Iron Lady
Bestes Kostümdesign: The Artist
Beste Art Direction: Hugo Cabret


Bilder via Academy of Motion Picture Arts and Sciences

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1 Kommentar

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