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Donatella gibt nach

Langsam aber sicher greift sich der schwedische Modegigant H&M alle Stars der Modeszene. Nach Lagerfeld, Kawakubo etc. ist nun Versace an der Reihe, den Schweden ihre begabten Hände zu leihen (wir berichteten bereits auf facebook).

Nach der Kollabo mit Lanvin steht also noch eine Kollektion an, die in eine glamourösere Kerbe schlägt. Blingbling-Übersättigung oder Sternstunde der Stangenmode?

Eines stand wahrscheinlich schon vorab fest: Eine Kollabo mit Versace dürfte alles andere als zurückhaltend ausfallen. Bereits vor gut einer Woche trug Donatella beim Schlussdefilée ihrer Männerkollektion ein Stück aus der H&M-Kollektion auf.

Schwarzes Leder, gold-matte Nieten, antike Mosaik-Muster, knapper bzw. strenger Schnitt. Schon allein dieses erste Teil wirkt wie eine Kampfansage. Die anderen Teile werden wohl nicht weniger auffallen. Versace eben. Insgesamt werden 40 Teile für Frauen und 20 Teile für Männer erscheinen, jeweils plus Accessoires. Bleibt zu hoffen, dass die Kollektion nicht zu abendlastig wird und die billigen Materialien das Bild nicht trüben. Ein paar moderne Designs neben den üblichen glitzernden Abendroben, für die das Haus bekannt ist, wären wünschenswert!

Manche erinnern sich: Noch 2008 stemmte sich Donatella Versace, Leiterin der Edelmarke, gegen eine Versace-Linie in niedrigeren Preisgefilden. Es würde das Bild als Garant für Luxusartikel verschwemmen, so in etwa äußerte sich die Designerin gegenüber dem nymag.

Woher kommt dann der Stimmungswandel? Glaubt man einem Artikel der FAZ, stehen die Modehäuser immer häufiger unter dem Druck, ihre Marke immer weiter zu verwerten. Eine Möglichkeit sind Kollaborationen mit kommerziellen Marken. Ein Schritt, den Versace gerade unternimmt.

Folglich alles nur ökonomisches Kalkül? Ab November, wenn die Kollektion in die Läden kommt, dürfte ersichtlich sein, wieviel Inspiration in den Teilen steckt.

Tags: Accessoires, , , Versace

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