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Giles Deacon kündigt nach einem Jahr

So schnell kann’s gehen. Kurz vor der Pariser Fashion Week verlässt nun ehemaliger Chefdesigner Giles Deacon das französische Modehaus Ungaro.

Ein wenig überdramatisch wirkt Deacons Kündigung in Anbetracht des Zeitpunkts tatsächlich. Dabei ist der nur das letzte Glied einer langen Kette.

Deacon kam erst im April 2010 zu Ungaro. Zu dieser Zeit musste sich das Label von dem modischen Desaster erholen, das Lindsay Lohan und die Designerin Archs 2009 zu verantworten hatten. Von der Presse musste Ungaro damals viel Häme einstecken.

Nicht unbedingt die beste Zeit um für ein solches Label die kreative Verantwortung zu übernehmen, oder? Seit Asim Abdullah 2005 die Firma kaufte, haben sich vor Deacon schon eine Menge anderer Designer an dem Label versucht… und sind gescheitert.

Nach Giambattista Valli, Vincent Darré, Peter Dundas, Esteban Cortazar und dem berüchtigten Lohan-Archs-Team ist Deacon nun die Nummer sechs in der Designerriege.

Anfänglich noch wahnsinnig inspiriert vom großen Stoff- und Fotografiearchiv, nimmt Deacon nun doch seinen Hut. Anscheinend hat die Chemie zwischen Label und Designer dabei doch nicht gestimmt.

Bei den Schauen in Paris wird sich nun das Designteam anstelle von Deacon verbeugen müssen.

© Cover Media

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