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Androgynität hat einen neuen Namen

So oder so. “Was macht denn diese Blondine auf dem Laufsteg?”, dürfte sich so mancher bei den Modenschauen der Männer im Juni letzten Jahres in Paris gefragt haben. Die Dame ist eigentlich ein Er, heißt Andrej Pejic und ist 19 Jahre alt.

Der Begriff It-Girl würde bei dem gebürtigen Serben aus offensichtlichen Gründen nicht greifen. Trotzdem ist Pejic im Moment ganz dicke im Geschäft.

Er wurde schon für eine ganze Menge Modestrecken der Vogue gebucht, auch Jürgen Teller hatte ihn schon vor der Linse für die aktuelle “Marc by Marc Jacobs”-Kampagne.

Im Alter von 8 Jahren zog er mit seinen Eltern ins australische Melbourne. In seiner Jugend wurde er kaum schikaniert, sagte Pejic. Immerhin dachten die meisten Mitschüler in der Highschool sowieso, dass er ein Mädchen ist. Mit 17 schickte er eine Bewerbung an eine australische Modelagentur und wurde auch prompt genommen. Der Rest ist Geschichte.

Dabei drängt sich natürlich die Frage auf, worin der Reiz der Androgynität steckt. Sei es nun in einem besonders markanten Gesichtsstruktur eines weiblichen Models oder den zarten Gesichtszügen eines Männermodels. Die Faszination ist nach wie vor ungebrochen.

Androgyne Ästhetik findet man bereits in den 20ern bei Marlene Dietrich mit ihrem Garconne-Stil. In den frühen 80ern besetzte das schwarze Supermodel und Studio 54-Insider Grace Jones diese Sparte. Aktuell glänzen in Sachen Androgynität besonders die platinblonde Engländerin Agyness Deyn und eben mittlerweile auch Andrej Pejic.

Der Trend dürfte mit seiner langen Vergangenheit auch noch eine aussichtsreiche Zukunft haben. Wir für unseren Teil outen uns als Fans androgyner Coolness.

via flickr

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