Trends

Stil im Schlagabtausch


Kontraste beim Kragen. Die Krägen von Top und Blusen werden neuerdings üppig verziert oder dürfen farbig leuchten. Während Simone begeistert ist, bekommt Jonas langsam den “Collar Koller”. Lest jetzt Pro und Contra zu diesem Trend!



Kragenspitzen in Mint, gesehen bei asos.de, € 14,-

LOVE

Simone: Bestickt, mit Nieten oder Perlen verziert oder einfach mit Metallspitzen versehen – Krägen ersetzen bei vielen Bloggern und Moderedakteurinnen aktuell den Halsschmuck als Accessoire. Ich finde die auffälligen Kragen genial!

Warum? Weil erst Details einen Look besonders machen. Und mit einem Kragen kann ich in Sekundenschnelle mein Outfit verändern, es ohne großes Aufheben zu einem Hingucker verwandeln. Von Karl Lagerfeld über Louis Vuitton bis hin zu Miu Miu setzen viele Modehäuser auf verzierte Krägen.

Nun gut, das inflationäre Auftreten der bunten Bubikragen von Low Budegt bis Luxus schreckt seither manche ab, da berechtigte Nachahmungsgefahr besteht. Doch jetzt begleitet uns der Trend in Abwandlung auch durch den Sommer 2012: In Form von abnehmbaren Kragen oder Spitzen!

Das ist praktisch, weil ich meine liebsten Oberteile tragen kann und sie im Handumdrehen mit einem neuen Kragen versehen sind, die zu verschiedene Stylingideen funktionieren. Mit Nieten und Ketten wirkt’s abgerockt, mit Perlen und Pailletten hingegen verspielt.

Mein Tipp: Statt der bekannten Blusen mit abgesetztem Kragen ein T-Shirt mit Rundhals durch ein so genanntes „Collar Necklace“ aufhübscht – sieht dann auch gleich viel cooler aus. Ein Trend, genau nach meiner Kragenweite.


Off-Shoulder-Bluse mit Nieten, gesehen bei urbanoutfitters.de, € 47,-

HATE

Jonas: Wie hieß es so treffend in Sex and the City? Eine Heißklebepistole macht noch keinen heißen Designer! Klar, das DIY-Prinzip hat in der Mode große Wellen geschlagen. Man denke dabei zum Beispiel an individualisierte Jute-Beutel oder die tollen Kreationen samt Nähvorlagen des Cut-Magazins. Ich persönlich kann diesen Mut zum Selbermachen nur begrüßen!

Doch bei Krägen setze ich mein Veto ein. Krägen sind einfach nichts zum individualisieren! Sie müssen ja nicht mal aus DIY-Sparte kommen. Mir reicht es auch, wenn ein Designer denkt, Krägen müssten jetzt mit allerlei Gedöhns vollgepackt werden.

Für mich ist es eine Frage von Eleganz. Meiner Meinung nach sind elegante Krägen filigrane Beweise für besonders erlesen-konservativen Geschmack. Deswegen sollte man sie einfach so lassen, wie sie sind.

Krägen mit 20 kg Nieten, Pailletten oder Federn (ja, sowas gibt es!) kehren nämlich das ganze Prinzip ins Gegenteil um. Das resultierende Outfit wirkt statt elegant einfach nur hilflos und trashy.

Zum besseren Verständnis: Ein verzierter Kragen ist genauso wie ein Chanel®-Kostüm, das mit Wattebäuschen besetzt wurde, ein sündhaft teurer Whiskey, der mit Cola gepanscht und dann zügig weggebechert wird, oder eine Erstausgabe von Goethes Faust, die zum Lagerfeueranzünder umfunktioniert wird.

Bild via farfetch.com

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1 Kommentar

  1. 007.internationalspyshop.org

    Los orientales no solo están diseñando moviles baratos
    para poder competir con marcas LG, HTC, etc. Carmelo, no pienses que
    me he copiado nada del trabajo, que esto lo estoy haciendo yo.
    Moviles chinos.

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