Trends

Stil im Schlagabtausch


Von A wie Ameisenbär bis Z wie Zebra. Es kreucht und fleucht in der Modewelt – gemeint sind Accessoires in animalischer Form, mit denen wir uns schmücken. Simone und Jonas stehen dem tierischen Trend ganz unterschiedlich gegenüber:

LOVE
Simone:
Bärenmütze, Eulenkette, Mopstasche und Pferdepulli: Gerade als Großstädter bedient man sich doch liebend gern statt in der Zoo- in der Schmuckabteilung. Sieht niedlich aus, aber beißt, haart und riecht im Gegensatz zu den lebenden Gefährten mit Garantie nicht!

Niedliche Figur, Kulleraugen und das alles auch noch in Miniatur: Beim Anblick der schmucken Haustiere greift wohl das Kindchenschema. Soll es mich doch ergreifen! Wenn ich tierische Accessoires sehe, geht meine Stimme schnell mal eine Oktave höher. „Ooooh…“ Wer damit ein Problem hat, kann sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht über die kleinen Dinge freuen.

Es ist auch die Faszination der gezähmten Wildnis dabei. „Seht her, ich bin derart verwegen, dass ich mir sogar freiwillig eine Motte umhänge!“ Okay, war nur eine vergoldete Version davon. Doch sogar Tiere, denen ich in natura sehr skeptisch begegne, gefallen mir plötzlich: In Form von Halsketten, Ringen oder Broschen sind sie alle auf einmal zum Bewundern.

Apropos Wunder: Die Natur bringt derart tolle Geschöpfe hervor, dass sie doch hervorragend als Inspiration für Accessoires und Schmuck taugen. Seht euch doch mal einen Hirschkäfer oder auch die ungeliebten Spinnen genauer an! Derart ausgeklügelte, filigrane Fühler, Beinchen und Körper…

Ich vermute mal, dass die Assoziation „süß“ für einen Trend nicht schlimmer sein könnte. Ist mir aber egal, dann habe ich halt einen Vogel. Oder gern auch eine Vogelspinne.

HATE
Jonas:
Je nachdem wie geschickt man sich bei der eigenen Umsetzung eines Trends anstellt, erntet man entweder großes Lob oder ein verächtliches Lippenzucken für sein Outfit. Tja, jeder Trend hat eben zwei Seiten, ganz genauso wie die sprichwörtliche Medaille.

Selbige würde der Trend der tierischen Accessoires weder in der einen noch in der anderen Umsetzung gewinnen. Doch sehen wir es mal so, eigentlich machen es tierische Accessoires einem ganz einfach… Ob man nun mit Plastikschwalben aus billigem Plexiglas im Dekolleté herumrennt oder teenytiny Mopshunde mit Logoprint überzogen am Schlüsselbund hängen hat. Einen ernstzunehmenden Look hat man so oder so verfehlt.

Dabei ist der Trend ein Musterbeispiel für die ewige Problematik des gefaketen Indietums. „Aber Tieraccessoires haben doch was total bodenständiges an sich!“ Ernsthaft? Schon mal im Wald gewesen und echte Exemplare des Tierreichs beobachtet? Na also.

Zumindest die wohlhabenden Herrschaften der Viecherfraktion keepen es real (um es mal auf neudeutsch zu sagen), pfeifen auf Bodenständigkeit und wollen wie eh und je einfach nur Schmuckes mit Knuddelfaktor.

Da der Chihuahua letztens den sauteuren Teppich vollgekackt und der Besitzerin infolge die Lust am lebendigen Tier vermiest hat, kauft die sich stattdessen einfach irgendein tierisches Etwas aus der Accessoire-Riege von Louis Vuitton oder Miu Miu. Denn auch die Rich Bitch sehnt sich ab und zu nach ein wenig tröstendem Disney-Feeling!

Tierische Accessoires – für mich das Gleiche wie Eulen(-anhänger haha) nach Athen tragen und außerdem weitaus kostspieliger/unspaßiger als Paninialben mit Tierstickern.

via net-a-porter.com

Tags: Accessoires

4 Kommentare

  1. das ist echt mal was total anderes, gefällt mir super gut

  2. Tolle Accessoires :)

  3. Mir haben es zur Zeit auch richtig Eulenohrringe und die passende Eulenkette angetan. Ich hoffe, dass Ihr auch im Jahr 2012 weiterhin tolle Trends präsentiert.

  4. auf gibt’s auch total süsse eulen-anhänger. aus kunstleder, selbst gemacht und gar nicht teuer. schönes wochenende und lg

Bitte einen Kommentar hinterlassen