Trends

Stil im Schlagabtausch


Ohrklemme als Schmucktrend 2012. Ob Luxusvariante vom Designer oder Baumarkt als Fundgrube für “Klempner-Klunker”: Die Ohrklemmen sind zurück! Simone und Jonas sind uneins, ob dieses Wiedersehen Freude macht…

LOVE

Simone: Yeah, die Ohrklemme und mit ihr ein kleines Stück Coolness ist wieder da! Der ungewöhnliche Schmuck fürs Ohr ist im Frühjahr/Sommer 2012 ein großer Trend. Sogar Luxuslabels wie Chanel® und Jil Sander ließen sich für das Accessoire, wenn auch in sehr in eleganter Ausführung, begeistern!

Ich mag die martialische Anmutung dieses Ohrrings, der trotz aller Tabubrüche immer noch für einen Seitenblick gut ist. Ich liebte meine Ear Cuffs in den 90ern, ich will jetzt wieder welche haben. Gern zwei Elemente, die mit kleiner Kette verbunden und ansonsten im puren Design gehalten sind.

Diese Schmuckstücke bestehen für mich zu gleichen Teilen aus Handwerk und Kunst. Wenn dann die Form an einfache Ersatzteile anlehnt, hat mich dieser Schmucktrend doppelt gewonnen. Behalten könnt ihr Glitzerkram und Federzeugs, das ist zu viel für meine Ohren.

Ohrklemme hin oder her: Einen auf Punk machen und brav im Reihenhaus wohnen, das geht nicht zusammen. Wer die Ohrklemme reaktivieren will, lässt verschlissene Shirts und Jeans außen vor und entscheidet sich 2012 für den Stilbruch zum eleganten Sommerkleid. Ich bin schon jetzt über beide Ohren in diesen Trend verliebt!

HATE

Jonas: Schöner Ohrschmuck ist ein Gewinn für die ganze Person. Er betont Gesicht, Haar und Dekolleté und eignet sich wunderbar für geschickte Stilbrüche (siehe Kreolen oder Perlohrringe). Die Betonung liegt dabei auf dem Wort „schön“, denn… wo soll denn die vorteilhafte Betonung hingelenkt werden, wenn man aussieht wie ein mit Lametta behangener Weihnachtsbaum?

Meinetwegen, es muss ja nicht mal hängen. Durchstecken, aufreihen, anklipsen. Fakt ist und bleibt: Keiner mag sich gern ein Ohr anschauen, das scheinbar in einem Stacheldraht hängengeblieben ist und danach gleich von einer Ladung Schrapnell vollgeballert wurde.

Mit dem Look eines Punk liebäugeln ist ja ganz nett, aber was will sich denn die Trendindustrie nach Tartanmustern, Iro-Frisuren und schlussendlich auch exzessivem Ohrschmuck noch unter den Nagel reißen?

Vorsicht übrigens wer sich als Punk-in-Maßen gibt, aber für Nerds/Geeks/Fanboys nur eine Prise abschätziger Lachfältchen übrig hat. Ich drücks jetzt einfach mal so aus: Diese Ohrklemmen-Teile sehen nämlich so aus wie etwas, das ein Statist aus Herr der Ringe unter seinem Autositz gefunden hat.

Ihr findet Vergleiche mit Herr der Ringe unnötig, langweilig oder einfach zu offensichtlich? Tja, dann seid mal froh, dass ich euch (und mir) die Vergleiche mit Spülkästen und –ketten weitestgehendst erspart habe. Die bekommt man nämlich nicht mehr so leicht aus dem Kopf, da kann der Schmuck noch so schön sein.

Bilder via Repossi, Kirkwood versus Westwood,

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