Trends

Stil im Schlagabtausch


Neopren für Nichtsportler. Vom Tauch- und Surf-Equipment schafft es das Material seit Neuestem in den Modealltag. Simone und Jonas diskutieren: Soll dieser Trend im Sommer überall auf- oder abtauchen?

LOVE

Simone: Mit Bikinis und Badeanzügen fing die Faszination bei mir an. Ich hatte die Bademode aus Neopren bei Michael Kors gesichtet und war verblüfft. Dieses Material kann doch nur ein Taucher oder Surfer tragen? Obwohl… das Ganze sieht verdammt cool aus!

Vor allem, wenn Neopren sich noch weiter vom ursprünglichen Sinne des „Scuba Style“ entfernt. Wenn die Kombination ans Skurrile grenzt! Ja, dann wird mit Tops, Schuhen oder Taschen aus Neopren ein gewöhnliches Outfit zu etwas Besonderem. Ich würde das gern tragen!

Nicht alles auf einmal, das wäre zu gewollt gegen den Strom geschwommen. Doch ein Teil mit Neopren. Allein das Wort, wie es für mich nach Sonne, Haut und Wasser klingt. Welches andere Textil löst denn solch eine Gefühls- und Kombinationskette aus?!

Neopren zaubert in der Mode eine sportive Sexyness, die es sonst nur in James-Bond-Filmen zu bewundern gibt. Und ich werde dann zu einem solchen Girl: Nicht jenes, das brav an der Bar wartet. Sondern die eine, die mit Kampfkunst und Waffen jeglicher Art den Agenten becirct.

Vielleicht würde ich trotzdem dem Charme des Agenten erliegen. Was soll’s, mit der Nummer sicher wird das Leben wie die Mode langweilig… Noch habe ich den Praxistest mit „Neopren“ nicht verwirklicht, schwieriger als Surfen wird’s bestimmt nicht sein!

HATE

Jonas: Sie gehören wohl mittlerweile zu den Wahrzeichen der Stadt München: Die Eisbachsurfer, die sich sobald die Stadt mit ein paar Sonnenstrahlen verwöhnt wird mit Brett und Montur in die Wellen werfen.

Die Surfer brauchen wohlgemerkt ihren Neopren-Anzug, um nicht zu unterkühlen, doch warum sollten sich modebewusste Frauen eine solche Walhaut überziehen?

Moment, es ist wohl erst mal wieder Zeit für eine kleine Pro und Contra-Liste: Pro – Sollte ein Tsunami über die deutschen Landen spülen, ist man 1a gewappnet. Weiteres Pro – Wer „Arielle die Meerjungfrau“ als seinen absoluten Lieblingsfilm bezeichnet, kann das ab sofort mit (im weitesten Sinne) zeitgemäßer Klamotte auftragen.

Contra: Mit leichten und wallenden Stoffen im mild-duftigen Sommerwind ist erst mal Schluss. Da der Stoff natürlich vor allem für den Wassersport entwickelt wurde, kann man sich eine angenehme Haptik oder ein schönes Tragegefühl abschminken.

Die Folge: Ein Kleid aus Neopren kann nicht – wie es manche Modeideale früherer Zeit vorsahen – durch einen Fingerhut gezogen werden. Letztlich darf man sich also nicht beschweren, wenn man mit einem Neopren-Outfit aussieht als würde man in einer futuristischen Ritterrüstung stecken.

Doch dafür kann man sich dann in der Montur zur Dame, die einen Beutel Saatkartoffeln im Kinderwagen spazierenfährt, bzw. zum Mann mit den 20 Regenschirmen und der LED-Sonnebrille – kurz: Den schrägen Vögeln des Viertels gesellen.

via m-c-q.com

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