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Fashion Week Berlin Spring 2012

Backstage bei Michalsky über Mode, Multi-Kulti und Mutti. Die MICHALSKY StyleNite im Tempodrom hat sich in puncto Präsentation und Party zum finalen Höhepunkt der Fashion Week Berlin etabliert.

Zu sehen gab es neben der Kollektion für Frühjahr/Sommer 2012 exklusiv die neue Beachwear aus der Kooperation „LASCANA by MICHALSKY“.

Unter den rund 1.400 geladenen Gästen fanden sich der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, Lilly Becker im familiären Kreis, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Lena Gercke und viele weitere Stars und Sternchen.

Ich traf den Berliner Designer Michael Michalsky vor seiner riesigen Show zum persönlichen Gespräch, wo er sich von seiner privaten Seite zeigte.


Wovon ist die Sommerkollektion 2012 inspiriert? Was hat es mit dem Motto „Tolerance“ auf sich“?
Ich wollte der politischen Aussage zum Trotz beweisen, dass Multi-Kulti sehr wohl lebt! Dazu habe ich scheinbar Altbekanntes aus dem Kontext genommen und neu zusammengesetzt.

Bei den Kollektionen verwende ich unter anderem Stickereien, die von der osteuropäischen Mode inspiriert sind. Dann setze ich bei der Menswear für den Sommer lang geschnittene Shirts und Kaftans ein, die man sonst eher unseren muslimischen Mitbürgern zuordnet.

Es ist dieser Bruch an scheinbar Bekanntem und das Spiel mit Klischees, das es interessant macht. Sehr elegant schimmernde und fließende Stoffe, die vornehmlich in gehobenen Kreisen getragen werden, kommen durch architektonische Schnitte lässig rüber.

Worin macht sich die Toleranz bei MICHALSKY darüber hinaus bemerkbar?
Das Casting war auch diese Saison sehr wichtig für mich. Ich wollte das Thema Multi-Kulti und das Verwischen von Grenzen auch mit den Models optimal umsetzen. Daher sind einige farbige und asiatische Models für die Show gebucht.

Wie schon im Januar 2011 ist die 65-jährige Eveline Hall wieder mit dabei. Ebenfalls auf dem Laufsteg zu sehen ist das Handicap-Model Mario Galla. Auch Andrej Pejic läuft für MICHALSKY zur Fashion Week Berlin, er durchbricht mit seiner ganz eigenen Schönheit jegliche Gendergrenzen.

Je zwei Kollektionen für Damen und Herren, dazu etliche Kooperationen des Labels MICHALSKY – wie kriegt man das alles unter einen Hut?
Um ehrlich zu sein, empfinde ich das Ganze nicht als stressig oder zu viel. Im Gegenteil! Bis vor einigen Jahren war ich ja als Creative Director für 185 Designer in drei Zentren verantwortlich. Ironischerweise ist das vielen gar nicht bewusst, weil es eher im Hintergrund ablief.

Aber es stimmt schon, man braucht die richtigen Leute mit Know-how und Können. Ich bin definitiv ein Teamplayer!

Hand aufs Herz: Welcher Moment ist während der Fashion Week in Berlin der schönste?
Ach, das weiß ich ganz genau! Das ist weder die Show selbst noch die große Party danach. Nach dem Finale auf dem Laufsteg gehe ich wieder backstage, wo meine Eltern auf mich warten. Wenn dann meine Mutter sagt, dass ihr die Show gefallen hat, dann ist das mit Abstand der schönste Moment für mich.

Das dies keine leeren Worte sind, bewies ein gelöster und bestens gelaunter Michael Michalsky auf der anschließenden Aftershow-Party auf den Dachterrassen des Tempodroms, wo er immer wieder enge Freunde und seine Familie herzlich umarmte.

Mit BBQ, Cocktails und dem Sound des DJ-Duo Tiefschwarz feierten schließlich alle Gäste gemeinsam in die Nacht hinein.

Die MICHALSKY StyleNite war einmal mehr eine aufwändige und durchorganisierte Präsentation, die dem Begriff „Fashion Show“ mehr als gerecht wurde!

MICHALSKY startet im Juli 2011 zunächst mit einer imposanten und minutiös choreografierten Lichtperformance des Künstlers Gert Hof. Darauf zeigt MICHALSKY die Kollektion „Tolerance“ für Frühjahr/Sommer 2012, die von fremdländischen Silhouetten geprägt war.

Es folgt nach der Kollektion eine musikalische Pause mit der britischen Band „Mirrors“, die mit Synthie-Pop und kleinere Tanzeinlagen für Stimmung sorgt. Im Anschluss gibt es die Linie „LASCANA by MICHALSKY“ zu sehen.

Bei der Bademode war Metallic in Gold und Schwarz ebenso vertreten wie leuchtendes Pink. Die Kollektion umfasst asymmetrische und tief dekolletierte Badeanzüge, Bandeau-Bikinis mit Ringhalter und transparente Coverups für Damen und knappe Pants sowie doppelröhrige Boardshorts für Herren (weitere Bilder der Beachwear findet ihr auf facebook).

Außergewöhnlich sind bei MICHALSKY für den Sommer 2012 die messerscharfen Schnitte und vor allem das Schuhwerk: Denn erstens sind die Absätze auch bei den Damen flach und zweitens zeigt die Schnabelform Anleihen am Orient.

Farblich bewegt sich die Kollektion in sommerlichem Grau mit Weiß, vereinzeltem Schwarz und Kobaltblau plus – ja, zitroniges NEONGELB!

Diese intensiv leuchtende Farbe steht für mich für die Fashion Week Berlin Spring 2012. Neon wurde unter anderem auch bei Präsentationen von Strenesse Blue oder Schumacher gelungen umgesetzt und dürfte sich zum Trend des kommenden Jahres entwickeln.

Direkt zu MICHALSKY

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