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Fashion Week Berlin Frühjahr/Sommer 2013

Was wäre die Berlin Fashion Week nur ohne Lena Hoschek? Richtig, um ein großartiges Mode-Kraftpaket ärmer. Jedes Jahr aufs Neue verzaubert sie Modefans mit einer Menge 50ies- und 60ies-Glamour.

Geht ihr Konzept auch dieses Jahr wieder auf oder sollte sich die Designerin langsam nach neuen Ideen umsehen?

Eines vorweg: Wer sich nicht mit den Retro-Designs von Lena Hoschek bisher anfreunden konnte, dem werden auch die aktuellen Designs nicht unbedingt gefallen. Doch einen Blick auf die neue Kollektion riskieren sollte jeder, denn sie bietet einiges an Neuerungen.

Aufregend weiblich, so könnte man die Schnitte der Kollektion definieren. Ob taillierte Kleider oder Seidenhosen, die weiblichen Formen arbeitete die Designerin gut heraus. Genau genommen nichts Neues, aber eben genau das, was Lena Hoschek eben ausmacht. Androgynen Geschmäckern dürfte das zu übertrieben sein.

Die Farbkombinationen reichen bei der aktuellen von zart und pastellig bis feurig und bunt, und passen sich damit meist gut an die jeweiligen Schnitte an. Indem sie nicht nur laute sondern auch zurückhaltendere Töne anschlug in ihrer Kollektion, spannte die Designerin damit einen faszinierenden Variationsbogen auf. Ein Schritt in die richtige Richtung!

Ebenso interessant fällt das Assoziationsfeld zur aktuellen Kollektion aus. Diese erinnern stark an klassisch nordamerikanische Themen, doch (vor allem auch wegen den Streifenmustern) ebenso sehr an mexikanische Folklore und Trachten im weitesten Sinne.

Die Mode von Lena Hoschek ist mit dieser Kollektion, wie ich finde, endgültig erwachsen geworden. Sie erschlägt uns nicht mehr mit ihrer Retro-Liebe, sondern bringt sie uns einfühlsam nahe. Ein wenig mehr ausgefeiltere Details hätten die Kollektion für mich wohl an die Spitze der diesjährigen Fashion Week befördert. Doch auch so lässt sich die Kollektion als Erfolg verbuchen.

Bilder via (c)Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

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