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Fashion Week Berlin Januar 2011

Abwechslungsreiche Plattform. Der EDGED Showroom & Pop Up Store in Berlin-Mitte bietet noch bis kommenden Montag, 31. Januar avantgardistischen Designern eine gelungene Ausstellungs- wie Verkaufsfläche.

Junge Talente treffen im temporär installierten Raum auf bereits etablierte Modemarken und Designer.

Zur Fashionweek Berlin haben wir Jacky Marbach vom EDGED Organisationsteam im Showroom besucht.

Unter die Rubrik “Bekannt mit Wiedererkennungseffekt” fällt sicher Barbara I Gongini, die mit weiteren Kollektionen auch in der „The projektGALERIE“ in Berlin vertreten war. Die zunächst düster wirkenden Entwürfe der dänischen Designerin erhalten durch grafische Elemente, Layering und Oversize eine beeindruckende Silhouette. Feminin? Maskulin? Nebensächlich.

Seit mehreren Jahren macht auch die Designerin Andrea van Reimersdahl mit ihrem Label AVR von sich Hören und Sehen. Charakteristisch: Das ungezwungene Experimentieren mit Materialien, das sich im EDGED Showroom neben der Mode besonders an den dort ausgestellten Schuhen nachvollziehen lässt. überdimensionierte Pompoms, filgrane Spitzen und massive Plateaus – Skulpturen trifft’s schon besser.

Polnisches Design ist immer noch unterrepräsentiert in der Modewelt, da sich in Berlin vieles auf Skandinavien konzentriert. EDGED bietet deren Vertretern auch deshalb eine Plattform – Maldoror Low Couture von Grzegorz Matlag oder auch Joanna Hawrot sind ambitionierte Talente aus Polen, um nur zwei zu nennen“, erklärt Jacky den Schwerpunkt des Showrooms und Pop Up Store.

Im Kontrast zu diesen Labels steht die Master Collection ’10 von Judith Thomas im Untergeschoss des Showrooms. Kindlich (Legostein-Schuhe!), puppenhaft fallen als erste Assoziationen, die sich dann aber als Abrechnung mit unserer Gesellschaft entpuppen. Die Designerin zu „Kind, zieh dich warm an!“:

„Ich habe die Beziehung zu unseren Eltern und den zugestandenen Freiraum thematisiert. Alles an der Kollektion ist überdimensioniert, wie wenn Kinder den Kleiderschrank der Eltern entdecken. Wir wägen uns als erwachsen, sind jedoch verhätschelt und überbemuttert. Im belgischen Antwerpen, wo ich studiert habe, fiel mir das extrem auf.“

Ungewöhnliche Accessoires (AND-i, bergner schmidt, Carni) neben aufwändig bestickten Tops. Gothic-Elemente neben luxuriöser Maßarbeit aus Spitze. Dieser Mix an unterschiedlichen Stilen und Einflüssen macht den Reiz dieses Pop Up Stores aus.

Es lässt sich ungezwungen Neues entdecken und im Sale auch das eine oder andere Kollektionsteil um bis zu 70 Prozent günstiger ergattern: Wer bislang nicht in der Torstraße 161 war, sollte die Gelegenheit rasch noch nutzen.

Unter EDGED Showroom & Pop Up Store findet ihr alle weiteren Infos zum Konzept sowie die vertretenen Aussteller, Designer und Bezugsadressen.

EDGED Pop Up Store

Torstraße 161, Berlin-Mitte

U8 Rosenthaler Platz

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