Designer

Lilly Heine

Schneidermeister. Als Modedesigner durchzustarten, darf auf jeden Fall als kühner Beschluss bezeichnet werden. Viel Talent, den Blick für Bedürfnisse bzw. Trends und eine gehörige Portion Ellbogenfett sind dafür mehr als nötig.

Zum Glück gibt es aber Menschen, die sich von den hohen Anforderungen nicht abhalten lassen. Wir sind über LesMads auf die Abschlusskollektion von Lilly Heine gestoßen und haben sie uns mal näher angeschaut.

Ihren Abschluss machte sie am Londoner Central Saint Martins College.

Struktur ist der erste Begriff, der beim Betrachten in den Sinn kommt. Mit Lasern zugeschnittene Stoffteile sind auf den Stücken angebracht, um Mehrdimensionalität zu erzeugen. Die eigentliche Form bleibt dabei sehr grobschlächtig.

Die Stücke haben unseren Geschmack kaum getroffen. Zu kontrastarm und unentschlossen wirken die hemdchenartigen Shirts. Mit den Strukturen beweist Heine Talent, die Tragbarkeit ging nach unserer Meinung dabei aber verloren.

Im Prinzip könnte das egal sein, immerhin handelt es sich ja um eine Abschlussarbeit. Topshop hat sich jedoch einige Modelle der Abschlussarbeit gesichert und verkauft sie nun in seinem Shop. Ein feiner Zug der Engländer, die mit dem Verkauf von Abschlussarbeiten den frischgebackenen Designern eine Plattform und Verdienstmöglichkeit geben.

Ob es der Absolventin zu Gute kommt? Zumindest ist es eine Chance für sie, professionell durchzustarten.

Wir plädieren aber für mehr Form und Kontrast bei der nächsten Kollektion.

via LesMads

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