Know-how

Looks für den Herbst/Winter 2011

Zwischen Laufsteg und Laptop. Viele von uns verbringen zahlreiche Stunden pro Tag im Büro, sei es als Angestellte oder als freiberufliche Mitarbeiterin. Stylish möchte frau sein, aber nicht zu aufgetakelt oder aufreizend.

Der Look vom Laufsteg mag zwar an den Models toll aussehen, doch eins zu eins umgesetzt, wirkt das im Alltag rasch überladen. Es gilt, Trend und Tragbarkeit zu vereinen.

Ausschlaggebend ist fürs Outfit natürlich neben dem persönlichen Stil auch der jeweilige Arbeitsplatz – was in die Werbeagentur passt, gehört meist nicht in die Kanzlei und umgekehrt.

Was ist bei Business Outfits Herbst 2011 angesagt und welche Basisc schmeicheln besonders?

Als ein tolles Basic entpuppt sich ein schlichter Bleistiftrock, der figurbetont geschnitten ist und dessen Saum auf Kniehöhe endet. Groß gewachsene Frauen können diese Saison auch gern einen Midirock bis zur Wademitte tragen – am besten hohe Schuhe dazu kombinieren.

Beim Schuhwerk gilt allgemein: Kleine Hingucker ja, große Extravaganz lieber nicht. Pumps in derzeit aktueller Python-Optik wie in meinem Beispiel kommen zu einem geradlinig geschnittenen Etuileid am besten zur Geltung!

Tragt idealerweise mittelhohe Stiefeletten oder Schnürschuhe mit etwa 5-7cm Absatz, die auch nach ein paar Stunden noch bequem sind und eure Füße schonen. Ausnahme: Ihr seid für ein Modemagazin oder dergleichen tätig, da streben die Damen mit ihren Stilettos gern gen Himmel.

Vorbei sind die Zeiten, als man Frauen die Saumlänge ihrer Kleidung diktierte. Was für ein Glück und Erfolg der Emanzipation! Dennoch rate ich, auf allzu tief geschnittene Dekolletés oder ultrakurze Miniröcke zu verzichten. Warum?

Erstens: In diesen Trendteilen lässt es sich leider nur selten angenehm sitzen. Zweitens: Bei der Business Mode ist Understatement ein Zug, der Frauen wie Männern hervorragend steht (Prahlerei mit Logos oder Reizen kann kontraproduktiv wirken). Drittens: In beruflichen Situationen macht sich das Gegenüber neben Gestik und der Sprache auch über die Kleidung ein bestimmtes Bild einer Person, egal wie zutreffend es letztlich sein mag…

Verwechselt aber modische Zurückhaltung nicht mit Biederkeit! Hierzulande wird nach wie vor die vermeintlich männliche Kompetenz mit maskuliner Kleidung gleichgesetzt, wie Kanzlerin Angela Merkel mit wenig schmeichelnden Blazer und farblosen Outfits traurigerweise belegt.

Deshalb fordere ich: Mut zur Farbe und Mut zur femininen Figur! Bei den Oberteilen muss es nicht zwingend eine elegante Bluse sein, jedoch sollten die Tops immer von bester Qualität sein. Umspielt eure Silhouette und versucht nicht, einen „auf Mann zu machen“. Nehmt doch französische Frauen als Vorbild – sie bringen großteils Stilsicherheit und Souveränität im Beruf bestens rüber!

Schmuck verleiht jedem Outfit mehr Rafinesse. Bescheidenheit muss bei der Mode fürs Büro nicht sein, doch setzt lieber ein ebenso hochwertiges wie auffälliges Schmuckstück in Szene! In meinem Beispiel ist die Kussmundkette ein hübscher Eyecatcher zur braven Bluse.

Als Grundausstattung für die Garderobe lege ich euch folgende Basics nahe: Drei bis vier unifarbene Blusen, eine davon in Weiß und eine in Schwarz. Für warme Monate taugen T-Shirts ohne allzu wilde Muster und kurzärmelige Bodys. Wenn’s kalt wird, darf auch ein körpernah geschnittener Rollkragenpulli oder leichter Strick mit Bündchen ins Büro. Alles andere führt in beheizten Räumen sowieso zum Schweißausbruch.

Überall dazu harmonieren Bleistiftrock und gemusterter Rock in A-Linie. Dunkelblaue und schwarze Jeans mit geradem Bein, bei Stoffhosen zudem ein Modell aus farbiger Wolle und Cord. An die drei luxuriösen Handtaschen aus Leder und dazu farblich passende Stiefeletten sowie geschlossene Pumps. Für die kälteren Monate bewährt sich zunächst ein beiger Trenchcoat, danach ein Wollmantel in dezenter Winterfarbe – er ist dann gleich mehrere Saisonen lang ein Begleiter.

Welche Stylingtipps habt ihr fürs Büro noch parat?

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