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Trends und ihre Entstehung

Trends gibt es in allen Farben und Formen. Jede Saison aufs Neue wird ein anderer Trend gekürt. Der Begriff wird mittlerweile so inflationär verwendet, dass man kaum mehr unterscheiden kann, was wirklich Trend ist und was nicht. Dabei gibt es auch für Trends ganz klare Regeln.

Zunächst einmal zur Bedeutung, also was ist mit dem Begriff überhaupt gemeint? Trends sind ein Blick in die Zukunft. Sie zeigen eine Tendenz oder Richtung an, in die eine Entwicklung geht. Also im weitesten Sinne Veränderungen in der Gesellschaft, dem Konsumverhalten und der Kultur.

Dabei kann man auch bei Trends nicht nur von dem einem Trend sprechen, sondern muss differenzieren. Die Unterscheidung erfolgt je nach Lebensdauer. So differenziert man zwischen einem Megatrend, dem Konsumtrend und dem Produkttrend. Ein Megatrend dauert mindestens 25 Jahre und hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Ein Beispiel für einen Megatrend ist die Urbanisierung oder auch die Alterung unserer Gesellschaft.

Der Konsumtrend dauert fünf bis acht Jahre und zeigt Entwicklungen, die von den Lebensgefühlen der Menschen geprägt werden, wie beispielsweise die Wellnesswelle oder umweltbewusste Mode.

Als letztes gibt es noch den Produkttrend. Er hält nur einen Sommer an.

Trends durchziehen also nicht nur die Modewelt, sondern alle Bereiche und werden je nach Lebensdauer unterschieden. Trends sind zwar nicht empirisch messbar, aber trotzdem beobachtbar.

Mit der Beobachtung und Vorhersage von Trends befassen sich die Trendforscher. Berühmte Vertreter sind beispielsweise Li Edelkoort, Matthias Horx oder Peter Wippermann. Sie beschäftigen sich damit Prozesse der Wandlung in der Gesellschaft zu erkennen und diese zu deuten. Ein wichtiges Mittel der Trendforschung sind dabei Moodboards, die Stimmungen, Eindrücke und Tendenzen visualisieren.

Trendforschung hat also wenig mit Hexerei zu tun, sondern vielmehr mit einem sensiblen Beobachtungsgespür. So erkannte beispielsweise Lie Edelkoort die Modefarbe Pink, den Wellnessboom oder den Trend zur Familie schon zehn Jahre vorher.

Trends und ihre Entstehung sind demnach in der Gesellschaft verankert und sind Ausdruck von Wünschen, Sehnsüchten und Entwicklungen. Die Schlüsselfrage dabei: Warum gibt es diesen Trend?

Trends sind also eigentlich eine Erscheinung der Soziologie, die ihre Kreise eben auch in die Modewelt ziehen. Welche Wege unsere Gesellschaft und damit auch die Mode einschlagen wird die Zukunft zeigen.

Bilder via bazonline, the wren design

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