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Neue Formen aus alten Gewändern

Was in Bayern Lederhose und Dirndl verkörpern ist in Japan der Kimono. Immer wieder interpretieren die Designer das Nationalgewand der Japaner neu. Grund genug den Kimono einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Geschichte: Der Kimono wurde im 7./8. Jahrhundert nach Christus aus dem Kaftan als Bekleidungsstück der Oberschicht entwickelt. Im 17. bis 19. Jahrhundert etablierte sich der Kimono als höfisches und bürgerliches Gewand und wurde zur Nationaltracht der Japaner.

Stil: Der Begriff Kimono setzt sich aus den beiden Wörtern „ki“ für „anziehen“ und „mono“ für „Gewand, Gegenstand“ zusammen. Er bezeichnet ein kaftanartiges von links nach rechts übereinander gelegtes Hauptgewand der japanischen Männer- und Frauentracht mit rechtwinklig angesetzten Ärmeln. Ein Stoffgürtel der Obi hält ihn zusammen.

Die Bindungsart des Obi zeigt dabei die soziale Stellung der Trägerin an. So binden Kurtisanen die Schleife des Obi vorn, junge, unverheiratete Mädchen im Rücken abstehend und verheiratete Frauen am Rücken anliegend. Während der traditionelle Frauen-Kimono aus bis zu 12 Teilen und mehr bestehen kann, setzt sich der Männer-Kimono aus ca. 5 Teilen zusammen.

Status Quo: Heutzutage wird die ursprüngliche Version des Kimonos in Japan noch traditionell von Geishas getragen. In Europa wird der Kimono auch heute noch für Haus- und Morgenmäntel adaptiert. Auch die Designer interpretieren das japanische Nationalgewand oder Elemente davon von Zeit zu Zeit neu. So haben beispielsweise Kimono-Ärmel schon einen festen Platz in der europäischen Mode. Aber ein richtig traditioneller Kimono ist heute schwer zu bekommen, da bleibt einem nur die Möglichkeit einen Kimono online zu bestellen, zumindest wenn man keinen Japanbesuch geplant hat.

Bilder via catwalkfashion, styleandpopcultureclash

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