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Mal war sie da, dann wieder weg, aber ganz verschwunden ist sie nie. Die Rede ist von der Schluppenbluse oder genauer gesagt dem Schluppenkragen.

Charakteristisch für den Schluppenkragen ist wie der Name schon verrät die Schluppe.  Die Schluppe bezeichnet eine Zierschleife, die im Früh- und Hochbarock vor allem die Krägen der Männerhemden zierte. Im Spätbarock ging der Schleifenschmuck in die Frauenmode über.

Die Schluppe ersetzt den Kragen. Anstelle des Kragens oder zusätzlich sind bei der Schluppenbluse zwei breite, schalartige  Bänder, die zu einer Schleife gebunden werden.

Ihr Stil: Ein Mix aus Ladylike und Buisnesswoman. Sie wirkt, zart traditionell und zugleich modern. Sie steht vor allem auch für die unabhängige Frau, aber mit einer femininen Note. Im Gegensatz zu normalen Blusenkrägen zeigt sie sich nicht so streng sondern zarter.

Ihr Revival feierte sie meist zu dem Zeitpunkt als die Frauen mitten im Berufsleben standen. So zum Beispiel in den 40ern als die Frauen in den Kriegswirren ihren Mann stehen mussten oder auch in den 80ern. Heute zeigt sich die Schluppenbluse sowohl romantisch als auch lässig, je nachdem wie man sie kombiniert. Auch in den aktuellen Kollektionen für Frühjahr/Sommer tauchte sie immer wieder auf den Laufstegen auf. Verschiedene Variationen zeigten Yves Saint Laurent und Brioni. Alte Formen neu interpretiert – die Schluppenbluse.

Bilder via Costume Antique, Luxos, Fashion Style, Doris Day

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