Know-how

große Luxusmarken & Märkte

Wer mit wem? Es mag tausende Designer und Labels geben, doch ein Blick hinter die Strukturen macht deutlich:

Den Markt der Luxus Mode teilen sich einige wenige Global Player unter ihren jeweiligen Tochtergesellschaften auf.

Louis Vuitton, Gucci oder Prada: Wir zeigen euch,  welche berühmten Marken hinter den Konzernen stehen und welche Unternehmen wie erfolgreich sind.


Das Kürzel LVMH steht für Moët Hennessy Louis Vuitton. Der Konzern wurde 1987 in Frankreich gegründet. Ungeachtet der Streits zwischen Vorstand, Gesellschaftern und aktuellem Konzernchef Bernard Arnault, ist LVMH auf Erfolgskurs. Im zurückliegende Geschäftsjahr 2010 erwirtschafte das Unternehmen weltweit mehr als 20 Milliarden Umsatz und ist damit führend in der Herstellung und dem Vertrieb von Luxusgütern.

Zum Portofolio von LVMH gehören unter anderem altbekannte Wein- und Champagnermarken wie Château d’Yquem, Moët und Veuve Clicquot. Im Bereich der Luxus Mode sind neben Louis Vuitton namhafte Labels wie Céline, Dior, Donna Karan, Emilio Pucci, Fendi, Givenchy, Hermés, Kenzo und Marc Jacobs involviert. Außerdem führt LVMH dutzende Lizenzen für Parfums, Schmuck und sogar Einzelhandelsketten sowie Zeitungen, Magazine und Radiostationen.


Die Compagnie Financière Richemont ist ein Schweizer Unternehmen, das Ende der 1980er vom südafrikanischen Milliardär Anton Rupert gegründet wurde. Der Fokus liegt neben High Fashion auf wertvollen Uhren und Schmuck. Zusammen bilden die Gesellschaften den zweitgrößten Luxuskonzern der Welt. Nach der Krise boomt der Markt für hochwertige Accessoires wieder – im Vergleich zum Vorjahr konnte Richemont seine Umsätze 2010 nämlich um ein Drittel auf über zwei Milliarden steigern!

Die bekanntesten Marken von Richemont dürften Cartier, Chloé und Montblanc sein. Uhrenliebhaber werden natürlich IWC, Jaeger-Le Coultre, Piaget und Van Cleef & Arpels kennen. Das stärkste Wachstum innerhalb des Konglomarats verzeichnet übrigens der britische Online-Shop Net-A-Porter, der ebenfalls zum Portfolio von Richemont gehört.


Die Pinault-Printemps-Redoute (PPR) hat ihren Sitz in Frankreich und wurde vom Milliardär François Pinault gegründet. Seit einigen Jahren führt dessen Sohn den Konzern. Für 2010 wird von einer Umsatzsteigerung von zehn Prozent und mehr ausgegangen. Aktienanalysten schätzen PPR weniger für die getätigten An- als die Verkäufe im Konglomerat.

Das Zugpferd stellt die Gruppe Gucci dar, zu der Labels wie Alexander McQueen, Balenciaga, Bottega Veneta, Sergio Rossi, Stella McCartney sowie Yves Saint Laurent gehören. Im Bereich der preiswerteren Street und Sportswear sind Puma und das Versandhaus La Redoute bei PPR vertreten. Beteiligungen betehen auch beim Medienkonzern Fnac.


Die Unternehmensgruppe Prada hat sich auf exklusive Mode, Handtaschen und Schuhe spezialisiert. Miuccia Prada ist dabei nicht nur Chefdesignerin, sondern auch Vorsitzende des Konzern. Zusammen mit ihrem Ehemann Patrizio Bertelli verantwortet sie die Geschäfte. Prada hat beschlossen, Mitte 2011 als erster italienischer Konzern an der Hongkonger Börse zu notieren. Im zurückliegenden Geschäftsjahr stiegen die Umsätze um fast ein Drittel, allerdings müssen damit zurückliegende Fehlinvestitionen gedeckt werden.

In in den späten 1990er überschätzte sich nämlich der Konzern des öfteren bei Übernahmen. Fendi, Helmut Lang oder Jil Sander wurden bereits nach kurzer Zeit wieder an Konkurrenzfirmen veräußert. Von einem „Markenkrieg“ zwischen Prada und LVMH und PPR war in den Medien daher häufig zu lesen. Das aktuelle Portfolio von Prada umfasst neben dem namensgebenden Hauptlabel die Marken Miu Miu, Church’s sowie The Original Car Shoe.


Aus der Fusion der Hongkonger Uhrmacher Egana und dem deutschen Lederwarenhersteller Goldpfeil entstand 1998 diese Holdinggeschellschaft. Gründer und Vorstand war der mittlerweile verstorbene Unternehmer Hans-Jörg Seeberger. Das Unternehmen übernahm zu etlichen Modemarken 2005 auch den Schuhproduzenten Salamander, geriet jedoch in finanzielle Schwierigkeiten. Ende 2008 musste EganaGoldpfeil für die europäische Niederlassung Insolvenz anmelden.

Zu den ehemals bei EganaGoldpfeil gelisteten Unternehmen gehörten unter anderem Cerruti 1881, Joop!, Junghans Solar und Pierre Cardin, aber auch mittelpreisige Marken wie Apollo, Carrera, Esprit, und Mexx. Mittlerweile haben Investoren die Geschäftsbereiche aufgeteilt und übernommen. Einige Marken werden seit 2009 unabhängig weitergeführt.

Tags: FENDI, Givenchy, Gucci, Helmut Lang, Jil Sander, , Louis Vuitton, Marc Jacobs, Miu Miu, Prada, Sergio Rossi, Stella McCartney, Yves Saint Laurent

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