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Vom Klassiker zum Trendschuh

Von den Herren zu den Damen – In Zeiten der Emanzipation folgt die Mode schon lange nicht mehr den Regeln der Geschlechter, so ist es auch bei den Schuhen. Der einstige Arbeitsschuh der Männer der Brogue oder auch Budapester wird zum Trendschuh für die Damen . Eine kleine Geschichte, wie aus dem Arbeitsschuh für die Männer der Trendschuh für die Frau wurde.

Hintergründe: Brogue ist die englische Bezeichnung für einen Arbeitsschuh gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch Golfschuh aus derben Leder. Gegen 1880 etablierte sich der Halbschuh zum Sakkoanzug der Männer. Man unterscheidet zwischen Fullbrogues und Halfbrogues.

Als Fullbrogue wurde er zur Knickerbocker getragen, als Halfbrogue zum sportlichen Sakkoanzug. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurde er besonders hochwertig von Schuhmachern in Buda und Pest hergestellt und wird deshalb heute auch als Budapester bezeichnet.

Stil: Der Brogue war ein derber Sportschuh mit durch Lochmuster betonten Nähten, welcher Anfang des 20 Jahrhunderts als sogenannter Halfbrogue eleganter gestaltet wurde.

Vom Mann zur Frau: In den 20er Jahren tauchte der Brogue erstmals in der Frauenmode auf, als sogenannter Trotteur-Schuh also Straßenschuh. Während er in der Männermode Jahrhunderte überdauerte, konnte er sich in der Frauenmode erst letztes Jahr durchsetzen. So hob ihn beipielsweise Prada in der Sommerkollektion 2011 auf das Plateau und präsentierte den klassischen Männerschuh mit Plateausohle für die Frau.

Der Brogue – Der Klassiker unter den Herrenschuhen wird 2011 zum Trendschuh für die Frau.

Bilder via in fashion love, my stylist says

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