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Die Litfasssäule der Mode

Werbeslogans, Städtenamen, Liebesbotschaften, Musikbands, Beleidigungen – Es gibt nichts was es auf dem T-Shirt nicht gibt. Das T-Shirt ein Medium, fast sogar schon Massenkommunikationsmittel unserer Zeit.

Der Ursprung unseres T-Shirts liegt im Verborgenen und zwar unter unserer Kleidung. Entstanden ist es aus der Leibwäsche, genauer gesagt aus dem Leibchen, welches früher unter dem Hemd getragen wurde. Im Unterschied zu heute war es damals auch noch nicht aus Baumwolle, sondern einem kratzigen Wollstoff gefertigt.

Dank des amerikanischen Pragmatismus  verwandelte sich dann das vormalige Unterleibchen  in ein „äußeres“ Kleidungsstück, so wird es zumindest behauptet. Einen weiteren Hinweis auf seine amerikanische Abstammung könnte sein Name geben. Allerdings ist der Ursprung des T-Shirts umstritten und gibt Rätsel auf. So vermuten manche es stammt aus der Seefahrt, andere sehen die Entwicklung  in der Sportkleidung, sicher ist sich dabei aber niemand.

Mit Gewissheit kann man aber sagen, wer das zunächst weiße T-Shirt zum Kultobjekt machte – nämlich keine geringeren als James Dean und Marlon Brando. Sie trugen das T-Shirt in Filmklassikern wie „Endstation Sehnsucht“, „ Die Giganten“ oder „Denn sie wissen nicht, was sie tun“.

So eroberte das T-Shirt auch schon bald die Frauenwelt und trug seinen Teil zur Unisex-Mode bei. Nachdem sie bei Marlon Brando den Bizeps zur Geltung brachten, unterstrichen sie bei den sogenannten „Sexbomben“ wie Bo Derek, Brigitte Bardot oder Jane Mansfield vor allem die üppige Oberweite. So ging das T-Shirt in die Jugendmode auf der ganzen Welt ein.

Man begann Schnitte, Stoffe, Farben und Fertigungstechniken zu variieren bis der nächste große Schritt mit der Designerin Katharine Hamnett Einzug hielt in die Welt der Mode. Mode mit Message – Mit ihrer T-Shirt Kollektion „Choose Life“ 1984 und den Polit-T-Shirts auf denen Sprüche wie „Stop Acid Rain“ standen, erinnerte sie an das Provokativ Potential der Mode. Die britische Modedesignerin prägte wie keine andere die T-Shirts mit Botschaft.

So nutzen auch andere Designer das T-Shirt um ihre Botschaften zu vermitteln. Eines der bekanntesten Beispiele unserer Zeit, Fotos davon fanden sich in jedem Modemagazin und Fashion Blog der Welt, ist wohl das Alexander McQueen Shirt auf dem stand „We love you Kate“. Nach den Drogenskandalen um das Topmodel trug McQueen es zum Abschluss seiner Show und zeigte damit seine Solidarität zu Kate Moss.

Bilder, Geschichten, Apelle oder Botschaften – Das T-Shirt dient als Medium unserer Zeit und hat wohl in fast jedem Kleiderschrank in den unterschiedlichsten Variationen einen Platz gefunden. Das T-Shirt – Eine Geschichte von der Leibwäsche bis zur Litfasssäule.

Bilder via stylemag, kinoextra, gossipbeauty, katharine hamnett, new-video, ecologiquesd

Tags: Alexander McQueen, ,

1 Kommentar

  1. binoculars with range finder

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