Know-how

Bloggerin im Interview

Mode aus einer anderen Perspektive. Katja kennen vermutlich einige von euch bereits:

Auf We ♥ Brands berichtet sie über aktuelle wie kommende Trends und setzt wichtige Modeströmungen in Bezug zu prägenden Epochen und Ereignissen.

Als Katja mir vor kurzem erzählte, dass sie zusätzlich zur redaktionellen Tätigkeiten für diesen Blog auch einen privaten Modeblog führt, war ich erstaunt und begeistert von so viel Engagement.

Deshalb habe ich mit Katja ausführlich über ihr brandneues Projekt MODETEXT by kbo gesprochen, das sie erstmalig hier vorstellt:

Woher kommt dein Interesse für Mode?
Das ist schwer zu sagen. Irgendwie habe ich mich schon immer für schöne Dinge interessiert und wollte schreiben. Also habe ich irgendwann Modejournalismus studiert und Erfahrungen bei diversen Modemarken wie Jil Sander und Medien wie der Bild-Zeitung gesammelt. So entstand eigentlich die Verknüpfung aus Mode und Schreiben.

Dabei hat mich aber vor allem immer der gesellschaftliche Hintergrund fasziniert. Damit meine ich Fragen, wie: „Wie entstehen Trends? Warum sind manche Dinge erfolgreich, manche nicht und worin bestehen die Zusammenhänge?“

Was ist das Besondere an deinem eigenen Blog?
Der erwähnte Hintergrund spiegelt sich auf MODETEXT by kbo wieder. Es geht auf dem Blog weniger um die Mode an sich und mehr um das sogenannte „Drumherum“. Um das gut verdeutlichen zu können, stelle ich jeden Monat unter ein Thema.

So beschäftigt sich der Januar 2012 beispielsweise mit den „goldenen Zwanzigern“ und ihren aktuellen Einflüssen. Zu diesem Thema gibt es dann jeden Monat eine Kolumne, Bildstrecke, Portraits sowie ein kleines Modelexikon.

Was kann sich der Leser erwarten?
Die Verknüpfung von Mode und Design mit aktuellen gesellschaftlichen Strömungen. Es geht darum Zusammenhänge herzustellen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so offensichtlich sind.

Kannst du mir ein Beispiel dafür nennen?
Im Moment beschäftigen mich beispielsweise Fragen, wie: „Warum lassen Designer wie Ralph Lauren oder Frida Giannini für Gucci das Schönheitsideal der Zwanziger neu aufleben? Wie hängt das mit der Neuverfilmung des großen Gatsby zusammen? Warum erscheint ein Literaturklassiker wie Ernest Hemingways „Ein Fest für Paris“ gerade jetzt in einer Neuauflage?

Kurz gesagt: „Welche Parallelen gibt es zwischen den Zwanzigern und Heute?“ Es geht also vor allem um die Betrachtung von Mode in einem größeren Kontext.

Danke Katja fürs Interview und weiterhin viel Spaß beim Bloggen auf MODETEXT by kbo!

Katja Bock arbeitet als freie Journalistin mit Schwerpunkt Mode. Sie ist für verschiedene Medien wie Tageszeitungen und Blogs im süddeutschen Raum tätig. Außerdem betreut Katja Modemarken im PR-Bereich. Ihren eigenen Blog modetext.com hat sie Ende 2011 ins Leben gerufen, darin widmet sie sich dem Zusammenhang von Mode, Design und Gesellschaft.

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