Was bringen die Verstärkungen?

Wie kam eigentlich der Bügel in den BH? Und warum? Diese Frage erörterte ich kürzlich mit einer Freundin und ehe wir uns versahen, entspann sich eine lebhafte Diskussion Pro und Contra Bügel. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Grund genug, einmal die Ursprünge dieses Wäschestücks zu beleuchten und die Funktion des Bügels zu erörtern.

Von der Brustbinde zum BH

Den Büstenhalter, kurz BH, gibt es in seiner Grundform schon seit der Antike. Brustbinden stützten im Alten Griechenland und Rom den Busen, allerdings meist nur beim Sport. Ansonsten war „oben ohne“ der Look der Zeit. Erst ab dem 15. Jahrhundert betonten Frauen aus ästhetischen Gründen ihre Oberweite, indem sie die Brüste in enge Korsetts quetschten. Der Büstenhalter, wie wir ihn kennen, kam im erst im 19. Jahrhundert ins Spiel. 1899 wurde in Deutschland das erste BH-Patent angemeldet, 13 Jahre später begann die Serienfertigung und der Büstenhalter trat seinen Siegeszug an. Heute gibt es im Wäschefachhandel eine riesige Auswahl an BHs und Bustiers in allen Farben und Formen, online zum Beispiel unter www.calida-muenchen.de. Hier könnt ihr euch einen guten Überblick über die Modellvielfalt verschaffen.

Besser gestützt durch Bügel

Der Bügel kam sehr früh im BH zum Einsatz. Zunächst wurde als Material das lange zu Korsettstäben verarbeitete Fischbein verwendet, später Metall und Kunststoff. Die Bügel verbessern die stützenden Eigenschaften eines Büstenhalters, vor allem von unten. Die halbrund gebogenen Bügel sind in Stoff eingenäht und an den Enden mit Kunststoff verstärkt, damit sie die Haut nicht reizen. Bügel-BHs werden von Frauen mit großer Oberweite bevorzugt. Aber auch Frauen mit kleinem Busen und Bindegewebsschwäche profitieren von der zusätzlichen Stützfunktion. Aus ästhetischer Sicht spricht die schöne, rundliche Formung der Brust für Bügel-BHs.

Auf optimale Passform achten

Als häufigstes Argument gegen die Bügel wird angeführt, dass der Tragekomfort schlecht sei. Die Bügel würden drücken und gerne verrutschen. Außerdem seien die BHs schlecht in der Maschine zu waschen, da die Bügel den Stoff durchbohren könnten. Generell ist das alles natürlich Geschmackssache, aber Druckstellen entstehen bei Bügel-BHs meist nur, wenn der Büstenhalter nicht optimal passt. Das Körbchen ist zu klein oder zu groß oder das Unterbrustband sitzt zu eng. Gerade wenn ihr BHs mit ausländischen Größenangaben bestellt, kann es passieren, dass der BH nicht sitzt. Hier hilft nur ausmessen und die Umrechnungstabellen studieren. Ein Ammenmärchen ist übrigens die Aussage, dass Bügel-BHs das Brustkrebsrisiko erhöhen. Hierfür gibt es keinerlei Belege.

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