Designer

Die Gerüchteküche brodelt

Neubeginn. Karrieren können manchmal schneller enden als gedacht. Ob die Karriere von John Galliano aufgrund seiner wüsten Schimpfattacke wirklich schon am Ende ist oder nur eine mehr oder minder kurze Unterbrechung erfährt, steht noch in den Sternen. Undenkbar wäre ein Karriereaus nach dem Debakel in einer Pariser Bar nicht mehr.

Doch das Modekarrussel dreht sich weiter. Galliano hat bereits seine Sachen gepackt, seine Nachfolge bei Dior ist jedoch noch nicht geklärt.

Nun rührt eine neue Meldung die Modeszene auf: Derek Blasberg, Modejournalist mit den besten Kontakten zum Business, behauptet, Riccardo Tisci sei als neuer Chefdesigner bei Dior bestätigt. Was dran ist, wird die Zeit zeigen.

Wir haben uns mal mit dem Schaffen drei möglicher Nachfolger auseinandergesetzt.

Riccardo Tisci leitet seit 2005 das Design bei Givenchy – mit Erfolg. Er belebte das Label neu mit seinen Kreationen, die oft in symbolistische und religiöse Motive hineinreichen. Sogar im wirtschaftlich stark angeschlagenen Bereich der Haute Couture konnte der Italiener für Givenchy Erfolge verbuchen. Tiscis Laufbahn zeigt viele Parallelen zu der Karriere Gallianos (beide ausgebildet im Central Saint Martins College in London und Chefdesigner bei Givenchy).

Einziger Wermutstropfen: Bei aller fantasievoller Genialität fehlt in Tiscis Schaffen – im Unterschied zu Gallianos – dennoch ein wenig Glamour, der bei Dior zu den Grundzutaten gehört.


Haider Ackermann war lange der Underdog der Modedesignerszene. In Antwerpen studierte Ackermann Modedesign und arbeitete in der Folgezeit bei Ann Demeulemester. Obwohl Ackermann nie für die ganz großen Modehäuser gearbeitet hatte, schaffte er es, seinen Namen und seine Mode bekannt zu machen. Mittlerweile wird er regelmäßig für seine Kollektionen gefeiert, die immer wieder überraschen. Karl Lagerfeld ließ vor kurzer Zeit verlauten, dass er ihn derzeit zum seinem Nachfolger bei Chanel® wählen würde.

Auch er steht in der Diskussion um die Nachfolge bei Dior. Ob Ackermann jedoch zusagen würde, steht bei dem derzeitigen Erfolg seiner eigenen Marke, der er genügend Aufmerksamkeit schenken möchte, stark in Frage.

Zuletzt wäre da noch Sarah Burton. Nach dem tragischen Selbstmord von Alexander McQueen übernahm sie als ehemalige rechte Hand des Designer die Kreativdirektion. Sie debütierte mit ihrer ersten eigenen Kollektion für Alexander McQueen im Herbst 2010. Die Modepresse war begeistert, das kreative Erbe schien gerettet.

Nun da sie sich bewiesen hatte, stand auch sie lange im Raum als mögliche Chefdesignerin bei Dior. Ihre Zusage scheint jedoch am wenigsten möglich. Ihre tiefe Verbundenheit zu dem Haus McQueen, für das sie immerhin 16 Jahre gearbeitet hat, halten sie zurück.

Trotzdem, möglich ist alles und Überraschungen gibt es im Modebusiness sowieso zu Hauf. Wir bleiben dran.

via twitter, style.com

Tags: Alexander McQueen, Dior, Givenchy, , , John Galliano, Karl Lagerfeld, ,

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  1. Zuletzt wäre da noch Sarah Burton. Nach dem tragischen Selbstmord von Alexander McQueen übernahm sie als ehemalige rechte Hand des Designer die Kreativdirektion. Sie debütierte mit ihrer ersten eigenen Kollektion für Alexander McQueen im Herbst 2010.

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