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Heftige Werbung. Einer der bekanntesten Ansätze in Produktwerbung lautet: Sex sells. Ob der Slogan erst mit den Pinup-Fotos der bezaubernden Marilyn Monroe oder auch schon früher in Worte gefasst wurde, ist nicht ganz klar. Fakt ist: Die Werbestrategie hat schon einige Jahrzehnte überdauert und ganze Generationen geprägt.

Auch heute noch kommt sie zum Einsatz, wie beispielsweise in der neuen Werbekampagne von Calvin Klein Jeans, die wegen seiner stark sexualisierten Motive rege diskutiert wird. In monochromen Fotografien, die teilweise mit rot-transparenter Farbe verfeinert bzw. eingerahmt sind, wird die Mode an einer Gruppe junger Männer präsentiert. Mitten unter ihnen: Supermodel Lara Stone. Die Posen wirken ziemlich lassziv, besonders auf einem Bild.

Der Vergleich mit einer Vergewaltigungsszene liegt schon auf den ersten Blick nicht fern, insbesondere wenn man sich die liegende Lara Stone und das männliche Model mit der hinuntergezogenen Hose ansieht.

In Australien wurde die Werbekampagne verboten, nachdem es massive Proteste gegen die heftigen Aufnahmen gab. Vor allem Opfer von sexueller Misshandlung fühlten sich von der Kampagne beleidigt.

Unserer Meinung nach ist Zensur vielleicht nicht unbedingt die beste Weise, sich an eine Kontroverse wie diese anzunähern, aber wir können den Protest durchaus nachfühlen.

Was denkt ihr darüber? Geht Calvin Klein mit einigen seiner Werbefotos zu weit oder sollte man sie unter künstlerischer Freiheit verbuchen? Eure Meinung interessiert uns!

Tags: Calvin Klein

1 Kommentar

  1. Kunst? Provo-PR!

    Ich finde die Werbung sexuell zu überladen. Die angedeutete Gewalt ist unnötig und fragwürdig. Was hat das noch mit Jeans zu tun… Oder sieht jemand auf dem schwarz-weiß-Porno etwa die Farbe oder Schnitte der Hosen??

    Calvin Klein fährt mit solchen “Schockern” schon seit Jahren seine Werbung und kalkuliert die Verbote fix ein. Bad News – Good News?!

    Dagegen ist die alte Benetton-Kampagne von Toscani regelrecht “ehrlich”. Da ging es wenigstens nie scheinheilig um die Kleidung als solche, sondern ausschließlich um Tabubruch.

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