Mad Men, Prada, Louis Vuitton – Die neue Weiblichkeit?
Lena Hoschek, Prada und Louis Vuitton. Sie alle feiern die 50er und mit ihnen eine neue Weiblichkeit. Kurven und Rundungen als Symbol der Sinnlichkeit. Über den Laufsteg schweben nicht magere Models, sondern Frauen wie Laetitia Casta, Lara Stone und Elle Macpherson.
Das Ende der Magermodels wurde ja schon öfter ausgerufen, aber jetzt hielten die weiblichen Rundungen Einzug in die High Fashion. Prada und Louis Vuitton zählen zum Modeolymp und besonders Miuccia Prada fällt oft eine Vorreiterrolle in der Mode zu. Denkt man nur an den Prada Rucksack in den 90ern oder ihre Spitzenkollektion 2008. Wird Prada jetzt auch wider den Weg weisen, was das Frauenbild angeht?
Viele Indizien sprechen dafür. So feiern beispielsweise die Supermodels der 90er ihr Comeback. Helena Christensen zieht blank für die neue Reebok Werbekampagne, Claudia Schiffer lächelt hochschwanger vom Juni Cover der deutschen Vogue und die 41 Jährige Christie Turlington ist in der Werbekampagne von Marc Jacobs für Louis Vuitton zu sehen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Es scheint als würde das Schönheitsideal wieder hin zu den richtigen Frauen, weg von den Lolitas gehen. Ein weiterer Beweis dafür, ist der Erfolg der amerikanischen Serie „Mad Men“. Die Serie um die New Yorker Werbeagentur Sterling Cooper, zeigt die USA in den frühen 60ern. Inmitten der kettenrauchenden, trinkenden, sexistischen Männerwelt besticht vor allem ein Berufszweig, nämlich der, der Sekretärinnen. Und unter ihnen vor allem eine – Chefsekretärin Joan Holloway, gespielt von Christina Hendricks. Mit Kleidergröße 38/40 ist sie das neue Sexsymbol Amerikas. Die Leser des „Esquire“ wählten sie dieses Jahr zur bestaussehendsten Frau Amerikas und das gerade wegen ihrer Hüften und Körbchengröße D.
Die Tatsachen scheinen für sich zu sprechen. Die Kollektionen von Prada und Louis Vuitton, die Auferstehung der Topmodels und Christina Hendricks als schönste Frau Amerikas lassen die Vermutung zu, dass das Schönheitsideal der Frau mit weiblichen Formen in die nächste Runde geht.
Man wird sehen, was die Zukunft bringt!
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Es wird andauernd über ein neues Frauenbild gesprochen, doch ich kann keine ernst gemeinte Veränderung feststellen..
Da wird das eine oder andere Supermodel der 90er aus der Versenkung geholt und ins Rampenlicht gezerrt. Die müssen aber wohl schlichtweg Geld verdienen und haben halt nix anderes gelernt.
Ihre tollen, schlanken Körper werden trotzdem noch bis zur Unkenntlichkeit gephotoshoppt. Oder ist es normal mit 40+ auszusehen wie mit Mitte 20?
Auf den Laufstegen soll mir bitte jemand die erwähnten Kurven zeigen. Ich sehe immer noch Kanten.
Und wenn, dann muss die “Übergröße” in 38/40 besonders toll mit Sonderausgaben und Specials von Vogue & Co. beworben werden. Am besten gefolgt von der nächsten Diät-Strecke und Wie-wirke-ich-dünner-Tipps..
Das ist für mich ein an sich folgenloser Hype, um die durchschnittliche, verunsicherte Frau und somit den potentiellen Werbekunden pseudohalber zu umschmeicheln.
Letztlich bleibt alles beim Alten: Die Modewelt ist als “Verkäufer von Traumkleidern an Traumkörpern” weder natürlich noch gesund.