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Der britische Designer Alexander McQueen beging Donnerstag in seiner Londoner Wohnung Selbstmord. Er erlangte besonders durch seine ersten, unkonventionellen Entwürfe den Ruf als modisches “Enfant Terrible”. Der 40-jährige Modeschöpfer war dabei stets großer Vordenker und begeisterte mit aufwändigen Inszenierungen die Modewelt. Genau diese hat nun einen talentierten wie sensiblen Star verloren, dessen für kommenden Freitag geplante Schau als Highlight der Londoner Modewoche galt.  Die Präsentation von McQueens Kollektion “McQ” zur New York Fashion Week wurde ebenfalls abgesagt.

Alexander McQueen ist neben Vivienne Westwood und John Galiano der bedeutendeste britische Designer. Er hatte sich aus einfachen Verhältnissen bis in die wichtigsten Modehäuser empor gearbeitet. Er liebte die Rebellion und es bereitete ihm 1997 sichtlich Vergnügen, als Chefdesigner für Givenchy vermeintliche Moderegeln zu brechen und mit düsterer Symbolik zu schockieren. Seine unangepasste Haltung beeinflusst und inspiriert seither viele Nachwuchsdesigner. Zuletzt arbeitete McQueen erfolgreich für die Gucci Group und eröffnete mehrere eigene Filialen.

Kate Moss, Naomi Campbell und weitere Größen der Branche zeigten sich über den Tod Alexander McQueens bestürzt. Über seine Beweggründe werden wir im Unklaren bleiben. Gewiss ist hingegen, dass ihn der Verlust seiner guten Freundin Isabella Blow vor drei Jahren und der Tod seiner Mutter vergangene Woche hart getroffen hatten. Ein ungewöhnliches Talent ist von uns gegangen und wir werden seine schillernden, überraschenden Modefantasien vermissen.

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